Geschichte

779: Urkundliche Ersterwähnung als „Seleheim“. Damit gehört Großseelheim zu den Orten im heutigen Landkreis Marburg-Biedenkopf, deren Geschichte sich am längsten zurückverfolgen lässt. Die Erwähnung als „Seleheim“ findet sich in einer Schenkungsurkunde des Argoz an das Kloster Fulda. Später werden Vogtei und Gericht Großseelheim erwähnt. Die Geschichte der protestantischen Pfarrei lässt sich bis ins 16. Jahrhundert zurückverfolgen.

920: Hoftag Heinrichs I. in Seelheim

1235: Verkauf der Vogtei an den Deutschen Orden

1407: Das Gericht Seelheim ist zu drei Vierteln im Besitz des Deutschen Ordens, zu einem Viertel fuldisches Lehen der Hofherren.

1577: Das Gericht unterliegt der Landeshoheit der hessischen Landgrafen.

1776: Der Deutsche Orden verkauft seine Rechte an den Landgrafen von Hessen.

1851: Großseelheim wird dem Kreis Kirchhain zugeordnet.

1910: Landumlegung: Die Flächen in der Gemarkung werden vermessen und neu verteilt.

1920er Jahre: Großseelheim bekommt elektrischen Strom.

1927: Das Schulgebäude wird fertiggestellt.

1932: Großseelheim wird Teil des Landkreises Marburg

1946-1949: Gut 500 Flüchtlinge und Heimatvertriebene kommen nach Großseelheim, das entspricht gut einem Drittel der bisherigen Einwohnerzahl.

1952: Der Bau des Ohmrückhaltebeckens beginnt, die Ohm wird begradigt.

Beginn der 50er Jahre: Neubaugebiet am Hamert

Ab 1964: Neubaugebiet  Lange Gasse

1967: Der Anschluss aller Haushalte an Kanal und Wasserleitungsnetz ist abgeschlossen.

Der Bau des Bürgerhauses beginnt.

Ab 1970: Neubaugebiet  Auf der Pitze/Bachgraben

1974: Die bislang selbstständige Gemeinde Großseelheim wird im Zug der hessischen Gebietsreform eingemeindet und Stadtteil von Kirchhain. Ein Jahr zuvor hatte sich in einer Befragung eine Mehrheit von 63 Prozent für einen Anschluss an Marburg ausgesprochen. Durch die Gebietsreform werden auch die bisherigen Kreise Marburg und Biedenkopf zu einem neuen Landkreis zusammengeschlossen.

1978/79: Bau des Sportplatzes am Rotenberg

1985: Im Brunetschen Anwesen wird das Heimatmuseum eröffnet

1987 – 1994: Planungen für die Kreismülldeponie im Arzbachtal bei Großseelheim. Aus dem Dorf und den Nachbarorten gibt es massiven Protest. Der Kreis gibt später das Vorhaben auf; auch, weil sich das System der Müllentsorgung geändert hat und Abfall zunehmend verbrannt wird.

Ab 1991: Zweiter Bauabschnitt Neubaugebiet Rotenberg

1996: Die neue Kita „Regenbogenland“ wird eingeweiht

1999: Die neue Schulturnhalle wird eingeweiht

2004: Großseelheim und Kleinseelheim feiern gemeinsam 1225-Jahrfeier

2011: Die Biogasanlage geht in Betrieb.

Ab 2014: Neubaugebiet Alter Garten

Ausführliche Informationen über die Geschichte Großseelheims vom Mittelalter bis in die Neuzeit finden sich hier: